Kostenübernahme

Seit 2003 gilt das sog. KIG – Gesetz (Kieferorthopädische Indikations-Gruppen). Es wurde noch von der damaligen sozial-liberalen Koalition unter Leitung der damaligen Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt verabschiedet und hat weiterhin Gültigkeit.

Es erfolgt eine Einteilung in 5 Schweregrade der Zahn- bzw. Kieferfehlstellung: 

Grad 1 und 2 werden von der GKV (gesetzliche Krankenversicherung) nicht bezuschusst. Der Patient bzw. die Eltern müssen die Behandlung selbst bezahlen. 

Unter KIG 1-2 fallen folgende Zahnfehlstellungen: 

Kleine bis mittlere Frontzahnstufe (Schneidekantenabstand der oberen unteren Frontzähne bis 6mm 

Offener Biß (Raum zwischen den Zähnen beim Zusammenbeißen 2mm oder weniger 

Tiefer Biß ohne Verletzung der Gaumenschleimhaut 

 „Kopfbiß“ = seitlicher Höcker-Höcker-Biss 

Engstände (Kontaktpunktabweichung der Frontzähne 3mm oder weniger 

Platzmangel für Backenzähne bis zu 3mm 

Lücken 

Ab KIG-Stufe 3 erfolgt eine 80-%-ige Bezuschussung, 20% sind vom Patienten selbst zu bezahlen, die er aber nach dem erfolgreichen Abschluss der Behandlung komplett zurückerhält. 

Große Frontzahnstufe (Schneidekantenabstand der oberen unteren Frontzähne > 6mm 

Umgekehrte Frontzahnstufe bei Progenie 

Offener Biß (Raum zwischen den Zähnen beim Zusammenbeißen über 2mm 

Tiefer Biß mit Verletzung der Gaumenschleimhaut 

Seitlicher Fehlbiß (Zahn hat zum Gegenzahn durch Außen- oder Innenstand keinen Kontakt) 

Kreuzbiß (einseitig oder doppelseitig) 

Engstände (Kontaktpunktabweichung der Frontzähne mehr als 3mm 

Platzmangel für Backenzähne mehr als 3mm  

Die Vorschrift besagt weiterhin, daß von wenigen Ausnahmen abgesehen (Progenie, offener Biß, Kreuzbiß) mit der Behandlung erst zu Beginn der zweiten Phase des Zahnwechsels von den Milchzähnen zu den bleibenden Zähnen begonnen werden darf. 

AVL (Außervertragliche Leistungen)  

Der gesetzlich Versicherte muss sich allerdings mit den „ausreichenden, wirtschaftlichen und zweckmäßigen“ Materialien zufriedengeben, die das SGB V dafür vorsieht. 

Für die Behandlung mit hochwertigeren, moderneren und für den Patienten komfortableren Materialien muß der Patient die Kostendifferenz selbst tragen: 

Das sind hier in der Kieferorthopädie vor allem: 

1. Flache Minibrackets für weniger Plaqueanhaftung und geringere „Reibung“ an der Innenseite der Lippen und dadurch bedingt, weniger Gingivitis (Zahnfleischentzündungen); mundhygienefähiger. 

2. Zahnfarbene Keramikbrackets 

3. Selbstligierende Brackets (Smart-Clip 3M Unitek, Damon, Speed, GAC In-Ovation) ohne Gummiligaturen. 

4. Superelastische bzw. thermo-elastische Titanbögen der 1. Bzw. 4. Generation 

5. Funktionsanalyse 

6. Positioner (elastisches Retentionsgerät für nachts nach Abnahme der Brackets) 

7. Glattflächenversiegelung im Klebebereich der Brackets 

8. Festsitzender Retainer über 6 Zähne von der Rückseite geklebt nach Abschluß der Behandlung 

Aus diesem Grunde bieten wir die „Festsitzende Behandlung mit Brackets“ in 3 Paketen an: 


1. Paket der GKV 

„ausreichende, wirtschaftliche und zweckmäßige“ Standart-Edgewise-Brackets mit entsprechenden einfachen Stahlbögen. 

Hinterher nach Entfernung der Brackets: einfache Kunststoff-Platten mit Drahtelementen 

2. Komfort-Paket 

Flache Mini-Brackets nach McLaughlinBennettTrevisi (MBT)-Spezifikationen mit 22-er Slot-(=Schlößchen) Größe 

Titanbögen der 1.Generation 

Funktionsanalyse für Positioner (nach Entfernung der Brackets) 

3. BioQuick/In-Ovation R 

Selbstligierende Brackets ohne Gummiligaturen mit sehr geringem Reibungswiederstand nach McLaughlinBennettTrevisi (MBT)-Spezifikationen mit 22-er Slot-(=Schlößchen) Größe 

Superelastische bzw. thermoelastische Titanbögen der 4. Generation (Hersteller: GAC Sentalloy (USA) bzw. Forestadent (Pforzheim) BioStarter bzw. BioTorque mit sehr geringer Kraftapplikation zur möglichst sanften Bewegung der Zähne und Schonung der Zahnwurzeln. 

Funktionsanalyse für Positioner (nach Entfernung der Brackets). 

Zur Vornahme der Prophylaxe, die von der gesetzlichen Krankenversicherung bis zu 2mal pro Jahr bezuschusst wird, erfolgt eine Überweisung zum jeweiligen Hauszahnarzt. 

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